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 Der CityBus - aus dem Teltower Alltag nicht wegzudenken

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BeitragThema: Der CityBus - aus dem Teltower Alltag nicht wegzudenken   Sa 18 Aug - 14:19:46

Seit Mai 1999 gibt es in der Stadt Teltow eine Agenda-´21-Bewegung, in deren Rahmen sich eine Arbeitsgruppe (AG) "CityBus" etablierte. Diese hatte zunächst die Aufgabe, einen Stadt(City)-Bus in der Rübchenstadt einzuführen.
Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungen war es dann am 6. Januar 2001 soweit: Durch Teltow rollten seitdem vier (derzeit nur drei) CityBusse, die mit ihrem bis heute niedrigen Fahrpreis von 50 Cent ein attraktives Angebot für Senioren, Mütter mit Kleinkindern, Schüler und nicht zuletzt auch für notorische Autofahrer eine umweltfreundliche Alternative darstellen. Als sogenannter "Tramp"-Bus ist er sehr beliebt, da er, soweit es die Verkehrsverhältnisse zulassen, überall nach gewissen Regeln zum Aus- und Einsteigen halten kann. Finanziert wird das ganze durch die Stadt, großzügige Sponsoren, die Havelbus GmbH (HVG) als Betreiber sowie die Fahrgelder der mitfahrenden Bürger. Hier müssen künftig weitere Reserven erschlossen werden, denn die Finanzierung bleibt ein ernsthaftes Problem. Nur wenn diese absehbar gesichert ist - also auch durch eine sehr gute Nutzung durch die Fahrgäste -, können weitere Verbesserungen erreicht werden!

Nach immer wieder kritischen Phasen etablierte sich die Linie 622 zusehends zu einer festen Größe im Teltower Stadtverkehr. Durch die Fertigstellung des S-Bahnanschlusses im Februar 2005 erweiterte sich die Bedeutung der Stadtflitzer, indem der bis dahin überwiegende Einkaufsverkehr um den Zubringerverkehr zu höherwertigen Verkehrsleistungen ergänzt wurde. Der CityBus beförderte schließlich bis zum Herbst 2005 rund 800.000 Fahrgäste (10.000 bis 13.000 Fahrgäste/Monat) auf 920.000 Fahrplankilometern.

Im Mai 2006 war schließlich die Zeit reif, das bisherige Konzept eines Rundkurses, der die wichtigsten Ortsteile Teltows bediente, durch einen Betrieb mit zwei unabhängigen Linien 622 A (Regionalbhf. Teltow - S-Bhf. Teltow-Stadt - Altstadt - Warthestraße) und B (S-Bhf. Teltow-Stadt - Ruhlsdorf - Warthestraße/Oderstraße) bei gleichbleibendem finanziellen und personellen Aufwand abzulösen. Das war vor allem den unglücklichen S-Bahn-Anschlüssen, der ungünstigen Schulbedienung über den Tag und der noch fehlenden Bedienung weiterer Wohngebiete geschuldet. Kernpunkt der Neuordnung war die Ankunft und Abfahrt der CityBusse im Bündel stündlich etwa zur Minute 20 am S-Bahnhof Teltow-Stadt. Die neue Linienführung hat sich bisher gut bewährt, die Optimierung der Anschlüsse zu den anderen Bus- und Bahnlinien brachte inzwischen auch viele Berufspendler dazu, ihren eigenen fahrbaren Untersatz in der Garage stehen zu lassen.

Die ursprüngliche monatliche Fahrgastzahl von 10.000 bis etwa 13.000 Fahrgästen (jahreszeitlich bedingte Schwankungen) konnte lt. Zählung Ende Januar 2007 auf über 14.000 Fahrgäste gesteigert werden, so dass wir im Sommer 2007 bereits den einmillionsten Fahrgast hatten – was leider vergessen wurde, angemessen zu würdigen. Positiv auf diese Entwicklung wirkte nicht zuletzt auch die zusätzliche Eröffnung des Teltower Regionalbahnhofes an der Anhalter Bahn am 26. Mai 2006.

Leider läuft noch längst nicht alles zur Zufriedenheit der Bürger. Etliche Unzulänglichkeiten ergaben sich neu, einige wurden immer noch nicht beseitigt, z.B.:
- Der Ortsteil Ruhlsdorf muss seit Mai 2006 mit einer deutlich schlechteren Anbindung leben. 1500 Mitbewohner werden im täglichen Spätverkehr und sonntags ziemlich stiefmütterlich behandelt, obwohl die Linie 622B (S-Bhf. Teltow-Stadt – Ruhlsdorf – Warthestraße / Oderstraße) in der Woche sehr gut frequentiert wird.
- Die Anbindung des Wohngebietes Ruhlsdorfer Platz ist noch nicht wieder zufriedenstellend gelöst.
- Der Ortsteil Seehof bleibt abgekoppelt, solange die BVG die Linie 117 betreibt. Anschlüsse zum CityBus bestehen jedoch an der Lichterfelder Allee / Schönower Straße (Ostspange).
- Die Anbindung des Freibades Kleinmachnow (ein Beschluss der Teltower Stadtverordneten vom Januar 2006) scheitert derzeit an den geplanten Baumaßnahmen am Parkplatz des Freibades, die unter Kleinmachnower Regie laufen.

Es muss deshalb weiterhin zielstrebig unter Einbeziehung aller Beteiligten (HVG, Bürger, Stadtverwaltung, Agenda-Gruppe) daran gearbeitet werden, Lösungen zu finden - allerdings unter der Prämisse, dass die Fahrpreise in absehbarer Zeit nicht erhöht werden!

Eine seit Mai 2006 diskutierte Möglichkeit zur Rationalisierung des Betriebes wäre die Schaffung eines CityBus-Verbundes in der Region, zu dem die Auffassungen in den drei Kommunen jedoch ebenfalls sehr unterschiedlich sind. Die Diskussion zu diesem Thema ist ebenfalls Gegenstand dieses Forums.

Weitere Informationen zum Thema "CityBus Teltow" können Sie abrufen unter www.agenda-21teltow.de und www.bit-ev.de .
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