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 Anbindung des künftigen Flughafens BBI an Bus und Bahn

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BeitragThema: Anbindung des künftigen Flughafens BBI an Bus und Bahn   Di 9 Okt - 20:20:56

Obwohl der Bau des neuen Flughafens BBI mit großem Brimborium bedacht wird und der Bau des neuen Bahnhofs bereits begonnen hat, dümpelt die verkehrlich-logistische Erschließung, vor allem durch die Schienenwege, noch ziemlich dahin.

Während die Trassenführungen wohl inzwischen klar sind, ...
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1) Die S-Bahn wird vom Westende des jetzigen S-Bahnhofs in einem weiten Rundbogen mit einer 180°-Wende weitergeführt, um dann von Westen her in den neuen BBI-Bahnhof einzubinden.
2) Von Westen her erschließt die Fernbahntrasse vom Südlichen Berliner Außenring (SBAR) kommend in einer Südverschwenkung den neuen BBI-Bahnhof ebenfalls von Westen her.
3) Von Osten her wird die vorhandene Industriebahn südlich Bohnsdorf nach Diepensee entsprechend ausgebaut und an die Görlitzer Bahn sowohl von Norden (aus Richtung Grünau) als auch von Süden (aus Richtung Königs-Wusterhausen) her eingebunden bzw. in westlicher Richtung bis zum neuen BBI-Bahnhof weitergeführt.
4) Von Berlin aus gibt es dann die Verbindung vom Hauptbahnhof über die Dresdener Bahn - wenn sie denn planmäßig kommt - bzw. aus dem Raum Lichtenberg/Schöneweide über die Ostanbindung. Als Alternative für die nicht fertiggestellte Dresdener Bahn steht die Anhalter Bahn zur Verfügung.
5) Alle übrigen Strecken aus Richtung Westen bzw. Süden (Wünsdorf, Ludwigsfelde, Michendorf, Potsdam) sind bereits am SBAR angebunden.
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..., tut man sich mit der Liniengestaltung auf Brandenburger Gebiet noch ziemlich schwer. Der derzeit in regionalen Gremien diskutierte Entwurf des Landes-Nahverkehrsplanes (LNVP) 2008 - 2012 Brandenburg, der erstmals am 27.09.2007 präsentiert wurde und noch in diesem Jahr vom Landtag beschlossen werden soll, muss den dafür entsprechenden Rahmen aber vorgeben. Bisher zeigt sich, dass die Vorstellungen zu den künftigen Linienführungen - nicht zuletzt auch wegen der Abstimmung mit Berlin - noch problematisch sind. Hier einige der noch nicht endgültigen Eckdaten für die vier Säulen des Regional- und Stadtverkehrs:

1) Die S-Bahnen werden mit zwei Linien auch künftig einen 10-Minuten-Verkehr absichern. Dabei sollte an die Verlängerung der Linie S45 mindestens bis Berlin-Schöneberg oder Bundesplatz gedacht werden.
2) Weiterhin ist ein Airport-Express vorgesehen, der im Viertelstunden-Takt den Berliner Hauptbahnhof mit dem BBI über die Dresdener Bahn verbinden soll. Falls dies nicht möglich werden sollte, bleibt nur ein 30-Minuten-Takt über die stark frequentierte Anhalter Bahn und das Nadelöhr Genshagener Kurve. In Diskussion ist auch eine Verlängerung bis Berlin-Gesundbrunnen, um die Gebiete nördlich Berlins ohne elektrifizierte Strecken besser anzubinden.
3) Die jetzt dahindümpelnde Strecke RB22 soll eine deutliche Aufwertung erfahren, indem sie zum einen über den BBI-Bahnhof hinaus die Anbindung zur Görlitzer Bahn in Königs-Wusterhausen gewährleistet. Dadurch wird das "Kopfmachen" des RE2 am BBI vermieden, allerdings wird dann ein Umsteigen aus dem Raum Cottbus notwendig.
Zum anderen soll in die Linie RB22 sowohl die Verbindung zum Potsdamer Hauptbahnhof als auch zum Wissenschaftspark Golm integriert werden, so dass sich dann zwischen Potsdam-Hauptbahnhof und Golm gemeinsam mit Linie RB21 ein 30-Minuten-Takt ergibt.
4) Eine weitere Säule des Verkehrs zum BBI wird die neue Linie RB24 darstellen, die von Wünsdorf nach Berlin-Lichtenberg verkehren soll, um den Berliner Osten zu erschließen.

Es wird interessant, ob dieses Konzept Bestand hat, denn schon zur Veröffentlichung dieses Konzeptes warteten Bündnis´90/Grüne mit einem eigenen Konzept auf, das sich die Optimierung des Berliner Netzes zur Aufgabe gemacht hatte.
Die Linken vermissten insbesondere die Anbindung des Ostbrandenburgischen Raumes einschließlich Frankfurts und Polens.

Und wir möchten es nicht versäumen, erneut auf die bereits angemahnte Verbindung zum gesamten Raum Berlin-Südwest einschließlich der Region Teltow hinzuweisen, der dann auf eine gute Bus-Anbindung entweder an die Linie RB22 via Genshagener Heide/Saarmund oder möglicherweise auch an die Anhalter Bahn via Berlin-Lichterfelde Ost/Teltow angewiesen ist, denn eine Verbindung zur Dresdener Bahn über Mahlow/Blankenfelde macht vielleicht für Großbeeren noch Sinn, für den Teltower und Zehlendorfer Raum jedoch nicht. Aber auch die Verbindung allein über die S-Bahn Teltow/Zehlendorf - Ringbahn - BBI ist nicht gerade optimal, solange die S45 nicht verlängert wird (s.o.) ! Favorisiert wird für diesen Bereich von den Verkehrsplanern die Verbindung Teltow - Südkreuz - BBI, was zwar für Stahnsdorf noch akzeptabel, für den Berliner Bezirk Zehlendorf-Steglitz und Kleinmachnow jedoch keine günstige Lösung ist - für letztere Bereiche wäre dann auch die Wiederertüchtigung der Stammbahn zwingend.

Alles in allem eine komplizierte Geschichte, auf deren Lösung wir gespannt sind!
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